5 Gründe, warum der Akkuaustausch das bessere Neugerät ist: Von Sparern, Technikdiktaten und Umweltschützern

Neugeräte sind in unserer Wegwerfgesellschaft ein Must-have. Dabei spricht nicht nur der Geldbeutel dafür, dass es nicht alljährlich das brandaktuelle Gerät sein muss. Hier finden Sie fünf Gründe, warum ein Ersatzakku oftmals die bessere Lösung ist.

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In der Regel müssen Sie kein Technikexperte wie bei diesem Tablet sein, um den Akku zu wechseln.

1.   Sie leisten einen aktiven Beitrag zur Schonung der Umwelt

Deutschland ist eine Wegwerfgesellschaft. Etwa eine Million Tonnen Elektroschrott produzieren die Deutschen pro Jahr, schätzt der Bundesverband Sekundärstoffe und Entsorgung (BSVE). Die Belastung für die Umwelt ist enorm, nicht nur wegen des Abfalls und seiner Entsorgung, sondern auch, weil bei der Herstellung neuer Geräte Ressourcen verbraucht werden und Kohlenstoffdioxid entsteht.

Statt Neukauf lieber Akkutausch: Ein Beitrag zum Umweltschutz

Eine Schätzung des Branchenverbands Bitkom von 2011 zeigte, dass in jedem deutschen Haushalt durchschnittlich über 50 Elektrogeräte stehen – Tendenz steigend. Geht eines der Geräte kaputt, wird es meist direkt durch ein Neugerät ersetzt.

Die Universität Tübingen hat gerade erst wieder darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig es für die Umwelt wäre, dass die Geräte länger genutzt würden. Fast einwandfreie Geräte wegzuwerfen, die mit wenig Aufwand wieder fit gemacht werden können, sind angesichts der gewaltigen Umweltprobleme der Erde eigentlich ein absolutes Unding.

Funktionsfähige Smartphones wegzuschmeißen und durch ein Neugerät zu ersetzen, nur weil der Akku nicht mehr will, ist eine echte Umweltsünde.

Gerade bei Smartphones und Tablets ist das Bedürfnis, immer aktuelle Modelle zu besitzen, besonders ausgeprägt. Dabei ist das größte Verschleißteil, der Akku, bei den meisten Handys sehr leicht auszutauschen – und gibt dem Gerät neue Kraft.

Bei uns finden Sie zu fast allen mobilen Geräten den passenden Ersatzakku zum günstigen Preis. Damit leisten Sie auch einen kleinen Beitrag zur Schonung unserer Umwelt. Das mag wie der Tropfen auf den heißen Stein erscheinen – aber hier zählt jeder Tropfen.

Übrigens: Der alte Akku gehört nicht in den Hausmüll. Wie Sie Ihren alten Akku fach- und umweltgerecht entsorgen, erfahren Sie hier!

2.   Sie wehren sich gegen das Technikdiktat der geplanten Obsoleszenz

Geplante was?

Geplante Obsoleszenz: Mit der Glühbirne fing alles an.

Ihr elektronisches Gerät hat den Geist aufgegeben – und beim Blick auf die Rechnung müssen Sie feststellen, dass die Garantie vor wenigen Wochen ausgelaufen ist? Hier kommt immer wieder der Verdacht der sogenannten „geplanten Obsoleszenz“ auf.

Christopher Piontek
Christopher Piontek von Bitpage.de

Wir haben mit Christopher Piontek, der den Technikblog Bitpage.de betreibt, über das Thema gesprochen:

„Obsoleszenz meint zunächst die normale Alterung von Gegenständen oder Informationen. Das erste iPhone zum Beispiel ist bereits „obsolet“, sprich veraltet und wird nicht mehr von Apple hergestellt.

Als Folge der Industrialisierung Anfang des 19. Jahrhunderts kam in den dreißiger Jahren die Idee bei den Herstellern auf, die Lebensdauer von Produkten künstlich zu begrenzen, auch „geplante Obsoleszenz“ genannt.

Das historisch bekannteste Beispiel hierfür ist die Glühbirne. So hatte Ende des 18. Jahrhunderts eine Kohlenfadenlampe eine Lebensdauer von geschätzten über 100 Jahren. Das war ein Problem für die Glühbirnenhersteller, denn sie verkauften keine neuen Glühbirnen. Das Phoebuskartell, in dem sich alle großen Hersteller zusammenschlossen, begrenzte daher die Lebensdauer künstlich auf 1.000 Betriebsstunden.“

Wer dagegen verstieß, musste mit harten Sanktionen der anderen Unternehmen rechnen. Diese Extremform der geplanten Obsoleszenz wurde später gesetzlich verboten. Es gibt jedoch kein Gesetz, das die Unternehmen zum Einsatz von Materialien verpflichtet, die besonders lange halten. So gibt es auch heute noch Sollbruchstellen und Verschleißteile, deren Kaputtgehen nach Ablauf der Garantie zumindest einkalkuliert ist.

Funfact
Die älteste Glühbirne der Welt hängt übrigens in San Francisco und leuchtet inzwischen – abgesehen von einer Unterbrechung von acht Minuten bei einem Umzug 1976 – seit über 110 Jahren und kann sogar per Webcam bei ihrem Dauerdienst verfolgt werden.

Der Akku als Achillesferse

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Der Akku stellt bei mobilen Geräten häufig als Erstes den Dienst ein.

Beim Smartphone und insbesondere dem Trend zum festverbauten Akku sieht Christopher Piontek eine Wiederholung dieser Geschichte:

„Die Achillesferse als schnellstes Verschleißteil ist der Akku. Der Akku hat eine begrenzte Anzahl an Ladezyklen. Sind diese erreicht, ist das Smartphone kaum noch nutzbar.

Während Samsung bei einer Vielzahl seiner Produkte noch austauschbare Akkus einsetzt, verbaut Apple beispielsweise seine Akkus schon lange fest. Dadurch ist die Lebensdauer eines iPhones automatisch auf ein paar Jahre begrenzt.

Meine Schätzung: Kaum ein iPhone wird länger als drei Jahre durchhalten, bevor der Akku zu schnell schlapp macht.“

Da der Akku aber eben solch ein Verschleißteil ist, geben die wenigsten Hersteller freiwillig eine Garantie auf den Akku. Dass es auch anders geht, hat Christopher Piontek bei seinem HTC One erlebt, dessen Akku fest verbaut ist und den er dank der freiwilligen Garantie von HTC wechseln konnte. Die Regel ist dies aber nicht.

Wie Sie sich gegen die geplante Obsoleszenz schützen

Achten Sie beim Gerätekauf darauf, dass Ihr Akku wechselbar ist.

Christopher Piontek schätzt, dass Smartphones mit einem fest verbauten Akku kaum mehr länger als zwei bis drei Jahre genutzt werden können.

Sein bester Tipp, um sich gegen eine geplante Obsoleszenz zu schützen: Kaufen Sie sich ein Gerät, bei dem der Akku austauschbar ist! Lassen Sie sich schon beim Kauf zeigen, wie der Akku getauscht wird – oder schauen Sie kurz nach einem YouTube-Video, das den Tausch demonstriert.

3.   Sie sparen viel Geld

Hand put coin to money
Alljährlich ein neues Gerät zu kaufen geht ins Geld. Mit einem Austauschakku können Sie richtig sparen.

Der Bundesverband Technik des Einzelhandels (BVT) und die Gesellschaft für Unterhaltungs-
und Kommunikationselektronik (gfu) veröffentlichen alljährlich den sogenannten CEMIX – den Consumer Electronics Marktindex für Deutschland. Daraus lässt sich unter anderem ablesen, wie viel die Deutschen pro Jahr für Ihre Smartphones und Tablets ausgeben.

2015 waren es im Durchschnitt 381 Euro für ein Smartphone, während für Tablets immerhin durchschnittlich noch 269 Euro ausgegeben werden. Ein Austauschakku für diese Geräte kostet dann nur ein Bruchteil der Summe, die ein neues Gerät kostet – egal ob es sich dabei um Elektrowerkzeuge, Notebooks oder Smartphones handelt.

Daher sollten Sie sich ernsthaft überlegen, ob es wirklich wichtig ist, dass Ihr Notebook noch etwas mehr Gigabyte RAM hat oder die Kamera Ihres Smartphones über zwei Megapixel mehr verfügt – oder ob es Ihr altes Gerät nicht doch noch ein bis zwei Ihre Bedürfnisse abdeckt, wenn Sie einen neuen Akku einbauen.

Dazu kommt, dass Sie womöglich bei einem Laufzeitvertrag sogar Rückzahlungen von Ihrem Mobilfunkanbieter erhalten, wenn Sie auf ein neues Handy bei Vertragsende verzichten. Bis zu 150 Euro sind da drin, wenn Sie die kommenden zwei Jahre Ihr altes Smartphone weiterverwenden. Gerade der Akku gibt aber nach zwei Jahren gerne endgültig nach – die Lösung lautet in diesem Fall daher: Ersatzakku.

4.  Sie sparen sich Zeit und Nerven

Ein Akkuaustausch erspart Ihnen mitunter lange Wartezeiten auf Ihr ersetztes Handy.

Geht ihr Akku im Gerät innerhalb der Gewährleistung kaputt, können Sie es in der Regel beim Hersteller einschicken, der die Reparatur vornimmt und Ihnen je nach Schadensfall womöglich ein Neugerät zuschickt. Wie viele Proteste in Foren und Blogs zeigen aber, dass dies bisweilen ewig dauert und die Geduld strapaziert. Gerade beim Akku ist dieser zeitliche Stress nicht nötig.

Deutlich schneller geht es da, wenn Sie einfach einen Ersatzakku bestellen und den Wechsel selbst vornehmen. So ist Ihr Gerät schnell wieder Einsatzbereit und liegt nicht ewig beim Hersteller, bis es inspiziert, repariert und zurückgeschickt ist.

5.   Sie müssen sich nicht ständig an ein neues Gerät gewöhnen

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Gewohnheitstiere: Alte Menschen wechseln ihr Handy deutlich seltener.

Während jungen Menschen die häufige Umstellung auf Neugeräte meist keinerlei Probleme bereitet, kann es für ältere Menschen durchaus schwierig sein, sich ständig an neue Geräte zu gewöhnen. Sie wechseln daher seltener ihr Handy– im Schnitt bleiben Sie einem Gerät bis zu vier Jahre treu. Ein Ersatzakku ist hier die beste Möglichkeit, um zum kleinen Preis die Lebensdauer des Mobiltelefons zu verlängern.

Fazit

Unsere fünf Gründe zeigen: Bevor Sie gedankenlos das nächste Elektrogerät austauschen, sollten Sie noch einmal in sich gehen und überlegen, ob es wirklich nötig ist – oder ob es nicht schon reicht, den Akku auszutauschen, um das Gerät noch weiter zu nutzen zu können.

Vielleicht ist Ihr Notebook in vielen Jahren einmal richtig viel Wert.

Wer weiß: Vielleicht werden Sie einmal unermesslich reich, wenn es Ihnen gelingt, Ihr Gerät über viele Jahre hinweg betriebsfähig zu halten. So wurde gerade einer der ersten Apple-Computer für einen Rekordpreis von 905.000 Euro versteigert. Alte Technikprodukte funktionsfähig aufzubewahren, kann sich für Ihren Geldbeutel also in einigen Jahrzehnten richtig lohnen. Dass dies bei modernen Elektrogeräten mit eingebauten Verfallsdaten eine ungleich größere Herausforderung ist, ist aber auch klar – der Akkuaustausch ist aber ein Anfang.

<small>Bilder: Titelbild: © iStock.com/VladTeodor, Bild 2: © iStock.com/yaruta, Bild 3: © iStock.com/Manuel Faba Ortega, Bild 4: © iStock.com/denphumi, Bild 5: © iStock.com/Manuel Faba Ortega, Bild 6: © iStock.com/sNorrisPhoto, Bild 7: © Christopher Piontek, Bild 8: © iStock.com/milindri, Bild 9: © iStock.com/PhanuwatNandee, Bild 10: © iStock.com/-art-siberia-, Bild 11: © iStock.com/Kuzma</small>

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