Sicherheit für das eigene Haus – verschiedene Sicherheitstechniken im Überblick

Einbruchschutz am Eigenheim ist ein wichtiges Thema, das Sie beim Hausbau von Anfang an bedenken sollten. Denn Sicherheit im und am Haus bedeutet vor allem Lebensqualität, da wir uns in unserem Zuhause geborgen und wohl fühlen wollen

Natürlich können Sie Ihr Haus auch im Nachhinein durch moderne Sicherheitstechniken aufrüsten. Wer jedoch schon beim Hausbau an präventiven Einbruchschutz denkt, spart sich später eine Menge Arbeit. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Zuhause mittels moderner Sicherheitslösungen von Anfang an einbruchsicher machen.

eine Überwachungskamera, die an einer Hauswand angebracht ist und für mehr Sicherheit sorgt.
Videoüberwachung bietet erhöhte Sicherheit für Ihr Zuhause. (by Waldemar Brandt @Unsplash)

Warum ist Sicherheit am Haus so wichtig?

Bei fast jeder zweiten Straftat, die in der polizeilichen Kriminalstatistik erfasst wird, handelt es sich um ein Diebstahlsdelikt. Zu diesen zählt auch der Einbruch. Was vielen nicht bewusst ist: Einbrüche finden nicht immer nur bei vollkommener Dunkelheit oder längerer Abwesenheit wie etwa einem Urlaub statt. Die meisten Einbrüche erfolgen am Tage, zum Beispiel zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frühen Abend oder auch an den Wochenenden. Kurzum: Einbrüche können jederzeit stattfinden und stellen für die Betroffenen oft ein einschneidendes Erlebnis dar.

Einen Lichtblick gibt es jedoch: Laut der aktuellen polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2019 des Bundeskriminalamts ist die Anzahl der Wohnungseinbruchsdiebstähle um 10,62 Prozent zurückgegangen. Dies ist vor allem der Weiterentwicklung von modernen Sicherheitstechniken zu verdanken, die es potenziellen Tätern immer schwerer machen in fremde Häuser und Wohnungen zu gelangen.

Genau deswegen ist es so wichtig, präventive Maßnahmen zu ergreifen, die Einbruchsversuche erschweren und im besten Fall ganz verhindern. An diese sollten Sie so früh wie möglich denken – im Optimalfall bereits beim Hausbau.

Wie verschaffen sich Einbrecher Zugang zu Ihrem Haus?

Um Einbrüchen im eigenen Haus gezielt vorzubeugen, lohnt es sich, einen Blick auf die weitverbreitetsten Einbruchsarten zu werfen. Die polizeiliche Kriminalstatistik 2019  ergab, dass die meisten Einbrüche über diese Wege erfolgen:

  1. Ebenerdige sowie ungesicherte Fenster und Türen
  2. Kellertüren und -fenster sowie Lichtschächte
  3. Fenster in den höheren Stockwerken, die beispielsweise über Bäume und Nebengebäude gut zu erreichen sind
  4. Wohnungstüren der obersten Etagenwohnung in Mehrfamilienhäusern

Wie machen Sie Ihr Haus sicher?

Grundsätzlich spielt der Faktor Zeit bei Einbrüchen eine entscheidende Rolle. Statistiken belegen, dass ein durchschnittlicher Einbruchsversuch nicht länger als fünf Minuten dauert. Gelingt es dem Täter in dieser Zeit nicht, in das Zielobjekt einzudringen, lässt er meist von seinem Vorhaben ab. Eine repräsentative Studie der Polizei Nordrhein-Westfalen kam zu dem Ergebnis, dass in 42 Prozent der Fälle der Einbruch lediglich als Versuch endet. Bei fast jedem zweiten Einbruchsversuch (43 Prozent) scheiterten die Täter an Sicherungsvorkehrungen.

Um Ihr Haus sicherer zu machen, sollten Sie sich also über potenzielle Schwachstellen, die Einbrechern einen leichten und vor allem schnellen Zutritt ermöglichen, bewusst sein. Hat Ihr Haus viele tiefgelegene und damit einfach erreichbare Fenster? Haben Sie eine leicht zu öffnende Terassentür oder vielleicht ungesicherte Kellerfenster? Jedes Detail ist wichtig und sollte genaustens betrachtet werden.

Tipp: Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, gibt es außerdem die Option, sich bei einer kriminalpolizeilichen Beratungsstelle kostenlos beraten zu lassen. Dort schauen sich Spezialisten Ihre häusliche Situation vor Ort an und empfehlen entsprechende Vorkehrungsmaßnahmen.

Grundsätzlich gilt bei der Haussicherung:

  1. Checken Sie die Schwachstellen am Haus.
  2. Beugen Sie Einbrüchen vor – besonders zur Urlaubszeit.
  3. Schaffen Sie mittels modernen Sicherheitstechniken wirkungsvollen Schutz.

Welche Sicherheitsvorkehrungen haben Sie bereits getroffen?

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über verschiedene Sicherheitstechniken, die Sie für einen verbesserten Einbruchschutz am Haus einsetzen können.

Moderne Videoüberwachung

Mittels Videoüberwachung sind Sie sich immer im Klaren darüber, wer an Ihrer Haustür klingelt oder auf Ihrem Grundstück ein- bzw. ausgeht. Sie haben Ihr Zuhause immer und von überall im Blick. Die Videoüberwachung hilft nicht nur im tatsächlichen Ereignisfall, sondern wirkt auch präventiv. Oft werden potenzielle Täter durch eine gut sichtbare Überwachungskamera abgeschreckt und lassen von dem geplanten Vorhaben ab.

Hier im Shop von Akku.net finden Sie die passenden Akkus für Videokameras zur Überwachung von Haus und Grundstück.

Alarmanlagen und -sirenen

Alarmanlagen bestehen meist aus einer Einbruchmeldezentrale, die an weitere Alarmmelder geknüpft ist, wie etwa Bewegungsmelder, Kameras, Fenstersicherung oder Türschließer. Bei Bedarf aktiviert die Einbruchmeldezentrale bei verdächtigen Aktivitäten im oder am Haus ein akustisches Signal durch eine Alarmsirene. Dieses soll potenzielle Einbrecher in die Flucht schlagen. Dabei unterscheidet man zwischen verschiedenen Aufgaben einer Alarmanlage:

  1. Die Überwachung bei Anwesenheit: Bei dieser Variante überwacht die Alarmanlage nur die Fenster und Eingänge (die sogenannte „Außenhautüberwachung”); der restliche Innenraum des Hauses wird nicht bewacht. Die Alarmsirene ertönt nur dann, wenn außerhalb Ihres Hauses verdächtige Aktivitäten wahrgenommen werden. Sie selbst stehen somit nicht in Gefahr die Alarmanlage auszulösen.
  2. Die Überwachung bei Abwesenheit: Ist niemand zu Hause, überwacht die Alarmanlage sowohl den Außen- als auch den Innenbereich. Wird eine verdächtige Aktivität wahrgenommen (innerhalb oder außerhalb Ihres Hauses), ertönt die Alarmsirene.

Sicherheit an der Tür

Türen haben grundsätzlich ein hohes Gefährdungspotenzial, da ungesicherte Türen von Tätern leicht aufgebrochen werden können. Wer neu baut, sollte daher unbedingt auf eine einbruchhemmende Tür setzen. Einbruchhemmende Türen bestehen aus aufeinander abgestimmten Elementen: Türblatt, Zarge, Schloss und Türbeschlag, die keinerlei Schwachpunkte aufweisen. Für private Häuser wird eine einbruchshemmende Tür der Widerstandklasse 2 oder 3 als ausreichend eingestuft. Wer nachrüsten möchte, kann seine Tür mit einem Panzerriegel sowie mechanischen Türscharnieren nachbessern.

Ein mechanisches Türschloss mit mehreren Scharnieren – für erhöhte Sicherheit.

Ein mechanisches Türschloss lässt sich ganz einfach nachrüsten (by Nenad Maric @Pixabay).

Wichtig: Auch Keller- und Nebentüren sollten sicher sein. An diesen denken viele Hausbauer nicht ausreichend, weswegen sie später Schwachpunkte darstellen, die sich Täter zu Nutze machen können.

Aber nicht nur die Beschaffenheit der Tür sollten Sie berücksichtigen, sondern auch die Art der Zugriffskontrolle. Hier sind herkömmliche Türschlösser schon lange nicht mehr die erste Wahl. Mit einem elektronischen Schließsystem verzichten Sie zwar auf den Schlüssel, gewinnen aber mehr Kontrolle und Sicherheit. Um Ihre Tür mit einem elektronischen Schließsystem zu öffnen, sind folgende Optionen möglich:

  1. Transponder Tag
  2. Code
  3. Fingerprint-Türöffner
  4. App

Elektronische Türschlösser sind oft kabellos und funktionieren batteriebetrieben. Die Batterien halten dabei mindestens mehrere Monate. In unserem Shop finden sie die passende Batterie für Ihr elektronisches Schließsystem.

Sicherheit am Fenster

Fenster und Terassentüren sind bei Einbrechern die beliebteste Einstiegsöffnung – kein Wunder, sind doch die allermeisten Fenster nicht oder nur sehr schlecht gesichert. Ohne zusätzliche Sicherungsmaßnahmen sind auch geschlossene Fenster kein großes Hindernis für Täter. Wie bei der Tür gilt auch bei Fenstern: Sie sollten mindestens die Anforderungen der Widerstandsklasse 2 erfüllen.

Für noch einen größeren Einbruchschutz am Fenster, können Sie folgendes tun:

  1. Absperrbare Zusatzsicherungen wie Aufbruchsperren einbauen
  2. Einbruchsichere Rollläden montieren
  3. Terrassen- oder Balkontüren mit Rollgittern bzw. Gittertüren sichern
  4. Gitter vor die Kellerfenster setzen
  5. Mit Sicherheitsbeschlägen nachrüsten
  6. Mit abschließbaren Fenstergriffen nachrüsten
  7. Sicherheitsglas bei Fensterneueinbau nutzen bzw. mit Splitterschutzfolien nachrüsten

Automatisierte Außenbeleuchtung

Simpel, aber effektiv sind helle Scheinwerfer im Außenbereich. Mit diesen leuchten Sie Areale wie Garten, Terrasse und Einfahrt bei Dunkelheit großflächig und effektiv aus und sorgen für mehr Kontrolle auf dem eigenen Grundstück. Noch sicherer wird es, wenn Sie Ihre Scheinwerfer an Bewegungsmelder koppeln. Erfassen die Bewegungsmelder-Aktivitäten auf Ihrem Grundstück, lassen sie die Scheinwerfer automatisch angehen und schrecken ungebetene Gäste ab.

Sicherheit am Haus – Fazit

Besonders die Beschaffenheit der Türen und Fenster sollten Sie beim Hausbau von Anfang an berücksichtigen. Hier ist es wichtig darauf zu achten, dass diese mindestens den Ansprüchen der Widerstandsklasse 2 entsprechen. Darüber hinaus lohnt es sich, in ein ausgeklügeltes Überwachungssystem, bestehend aus Überwachungskameras, Bewegungssensoren, Alarmanlage bzw. -Sirene und entsprechende Beleuchtung, zu investieren. Im Optimalfall koppeln Sie die einzelnen Komponenten aneinander (z. B. Gartenbeleuchtung und Bewegungsmelder).

Sollten Sie besonders viel Wert auf Sicherheitsgeräte mit großer Individualisierungsmöglichkeit und neusten Technologien legen, ist es außerdem sinnvoll, über ein Smart-Home-Sicherheitssystem nachzudenken. Erfahren Sie mehr über die Vorteile von smarten Sicherheitsgeräten in unserem Beitrag zum Thema Smart-Home-Sicherheit .

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